Gesundheit & Ernährung

Sodbrennen in der Schwangerschaft: Was sanft hilft

Warum Sodbrennen so häufig ist und welche Tipps im Alltag wirklich Erleichterung bringen.

von Clara Neumann 2 Min. Lesezeit
Schwangere Frau am Fenster berührt ihren Bauch

Brennen hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen, Druck im Oberbauch: Mehr als die Hälfte aller Schwangeren kennt Sodbrennen, vor allem im letzten Drittel.

Woher es kommt

Das Hormon Progesteron entspannt die Muskulatur, auch den Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen. Gleichzeitig drückt die wachsende Gebärmutter von unten auf den Magen. So gelangt Magensäure leichter nach oben.

Was im Alltag hilft

  • Iss mehrere kleine Mahlzeiten statt weniger großer.
  • Lass dir Zeit und kaue gründlich.
  • Meide, was bei dir Beschwerden auslöst, häufig sind es fettige, scharfe oder süße Speisen, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke.
  • Iss abends zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr.
  • Schlafe mit leicht erhöhtem Oberkörper, zum Beispiel mit einem zusätzlichen Kissen.
  • Trage bequeme Kleidung, die nicht am Bauch einschnürt.

Hausmittel

Manchen hilft es, langsam ein paar Mandeln oder Haferflocken zu kauen oder ein Glas Milch zu trinken. Wissenschaftlich belegt ist das kaum, ausprobieren schadet aber nicht.

Wenn das nicht reicht

Es gibt Mittel gegen Sodbrennen, die in der Schwangerschaft eingesetzt werden können. Nimm sie nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin, Hebamme oder Apotheke. Starke Schmerzen im Oberbauch, besonders zusammen mit Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Schwellungen, solltest du sofort abklären lassen, denn sie können auf eine Präeklampsie hinweisen.

Geschrieben von

Clara Neumann

Clara verantwortet Gesundheit & Ernährung. Ihre Themen sind typische Beschwerden, Vorsorgeuntersuchungen und die Frage, was in der Schwangerschaft auf den Teller darf.

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