Wochenbett & Stillen

Milcheinschuss: Wann er kommt und was hilft

Warum die Brust plötzlich spannt und wie du die ersten Tage gut überstehst.

von Jana Petersen 2 Min. Lesezeit
Mutter stillt ihr Neugeborenes

Wenige Tage nach der Geburt werden die Brüste plötzlich prall, warm und schwer. Das ist der Milcheinschuss, und er ist ein gutes Zeichen.

Wann er kommt

In den ersten Tagen bildet die Brust das Kolostrum, eine kleine Menge sehr nährstoffreicher Vormilch. Zwischen dem zweiten und vierten Tag nach der Geburt steigt die Milchmenge dann deutlich an. Nach einem Kaiserschnitt kann es etwas länger dauern.

Wie er sich anfühlt

Die Brust spannt, fühlt sich hart an und kann schmerzen. Manche Frauen haben leicht erhöhte Temperatur. Die Beschwerden lassen meist nach ein bis zwei Tagen nach, wenn sich Angebot und Nachfrage einpendeln.

Was hilft

  • Häufig anlegen, auch nachts, etwa acht- bis zwölfmal in 24 Stunden.
  • Vor dem Stillen etwas Wärme, damit die Milch besser fließt.
  • Ist die Brust zu prall, vorher etwas Milch von Hand ausstreichen, damit das Baby gut andocken kann.
  • Nach dem Stillen kühlen, zum Beispiel mit gekühlten Quark- oder Kohlauflagen.
  • Ein gut sitzender, nicht einschnürender Still-BH.

Wann du Hilfe holen solltest

Bilden sich gerötete, schmerzhafte Stellen, oder bekommst du Fieber über 38,5 Grad, kann ein Milchstau oder eine Brustentzündung dahinterstecken. Melde dich dann bei deiner Hebamme oder Ärztin.

Geschrieben von

Jana Petersen

Jana kümmert sich um Wochenbett & Stillen: Heilung nach der Geburt, Stillstart, Rückbildung und die seelische Seite der ersten Wochen mit Baby.

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